Rauhwollige Pommersche Landschafe - Sailer natürlich

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Rauhwollige (RPL)

Rauhwollige Pommersche Landschafe (RPL)

Zucht und Haltung
  Eine Herde dieser sehr alten Rasse mit den unterschiedlichen Farbtönen von hell- bis dunkelgrau / anthrazit und den schwarzen Lämmern ist ein wunderschöner Anblick.
  Der edle Kopf, mit schwarzen Stichelhaaren bedeckt, die leicht nach vorn unten gerichteten Ohren, der klare, aufmerksame Blick und eine mittlere Größe waren entscheidend, im Jahr 2000 eine Zucht und Haltung mit dieser Rasse zu beginnen
  Die Heimat der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe (="RPL") ist Mecklenburg-Vorpommern und Rügen. Als Ursprung für die Entstehung dieser Rasse wird das Zaupelschaf und das Hannoversche Schaf genannt (www.g-e-h.de).
Halina


 Um 1950 gab es noch 50 000 Rauhwoller. Als jedoch Schafe nach Wollfeinheit und Fleischmasse beurteilt wurden, verschwand die Rasse fast vollständig.
  1982 wurden nur noch 46 Mutterschafe, 8 Jährlinge und 7 Böcke verzeichnet. Dank des hartnäckigen Engagements einiger Idealisten wurde diese Landschafrasse auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen gesetzt.
  Auch nach nun fast 30 Jahren intensiver Zuchtanstrengung hat das RPL immer noch den Status einer seltenen Rasse.
  Weitere Infos: www.rauhwoller.de.
... im September 2010.


 Die Wolle ist es, weshalb ihnen die Wertschätzung seit jeher entgegengebracht wurde. Die Schafe besitzen ein sogenanntes mischwolliges Vlies.
  Dabei erreichen alle Fasertypen annähernd eine Länge und Stärke. Die Wollfasern besitzen eine hohe Elastizität. Bei einer einmaligen Schur im Jahr können die Fasern eine Länge von 20 cm erreichen. Die Wolle eignet sich hervorragend zum Spinnen von feinen Fäden und Filzen.
  Durch ihre Wolleigenschaft sind die Schafe für eine ganzzjährige Freilandhaltung prädestiniert. Sie sind jedoch dankbar für ein schützendes Dach bei Dauerregen und Sonne.
  In der Literatur werden sie oft als genügsam beschrieben. Erfahrungsgemäß sorgen artenreiche Wiesen, sehr gute Heuqualität, Mineralfutter und regelmäßige Parasitenprophylaxe für vitale Tiere und wüchsige Lämmer.
  Den Zuchtbock lasse ich Mitte Oktober in die Herde, so dass die Lämmer ab Mitte März geboren werden. Dann können sie gleich die warme Frühlingssonne genießen, und die vitaminreichen jungen Grasspitzen tun den Müttern gut.
  Rauhwoller sind relativ leichtlammig. Sie zeigen sehr gute Muttereigenschaften, selbst Erstlammende kümmern sich intensiv um ihren Nachwuchs.
  Bei entsprechender Kondition der Muttertiere sind Zwillingsgeburten üblich. Die Lämmer werden schwarz geboren. Nach der ersten Schur ändert sich allmählich die Farbe.
Lammbock Zille, Juli 2012


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