Rauhwoller-Tag 2010 - Sailer natürlich

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(RPL) Rauhwoller-Tag 2010

Der Niedersächsische Tag
des Rauhwolligen Pommerschen Landschafes 2010
wurde ausgerichtet von Hagen Eichhoff in Stubben.

Im Schatten vieler alter Eichen bot sich für Züchter, Züchterinnen und vor allem den wichtigsten Akteuren dieses Tages, den Rauhwollern, ein ideales Ambiente für die alljährlich stattfindende Landesschau.
83 Tiere waren gemeldet. z.T. mehrere Stunden Anfahrt hatten die Züchterinnen und Züchter auf sich genommen, um ihre besten Tiere zu präsentieren, 
und so allmählich füllten sich die Hürden.

(Fotos zur vergrößerten Darstellung bitte anklicken)
Mit Katalognummern versehen war
der erste Gang zur Waage.
Produkte von den Rauhwollern wurden angeboten wie Felle, Decken und Strickwolle 
des Züchterpaares S. Alpers / M. Ruhnau ...
... sowie Filzwaren wie Hüte, Pantoffeln,
Taschen und Stuhlauflagen 
der Züchterin Johanne Sailer.
„Gute-Laune-Hüte“
Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist, 
Tiere, die den Zuchtzielen entsprechen, ins Herdbuch aufzunehmen. 

Spannend ist immer die Körung von Jährlingsböcken. Hier wird die Messlatte sehr hoch gelegt, getreu nach dem Motto: „Der Bock ist die halbe Herde“. Die besten der einzelnen Klassen (weibliche Lämmer, Bocklämmer, Jährlingsschafe, Jährlingsböcke) werden im Schlussring rangiert und prämiert. 

Weiterhin bietet sich dieses Forum als Schauplatz für den Kauf und Verkauf von guten und geeigneten Zuchttieren.

Als Kör- und Richtkommission standen wie in all den Vorjahren 
 Robert von Stärk aus Rostock und Mathias Brockob aus Hannover zur Verfügung.
In entspannter Atmosphäre warteten die Aussteller und Ausstellerinnen, ihre Tiere präsentieren zu können.
Flankiert von Publikum und Protokollantinnen werden die Tiere auf die sogenannte Körbrücke gestellt. 

Die bietet den Richtern eine angenehme Arbeitshaltung bei der Beurteilung der Wolle sowie den Zuschauern und Zuschauerinnen einen freien Blick auf das zu beurteilende Tier.

Hilfreich und darum so besonders interessant für das Publikum und natürlich auch für die Züchter und Züchterinnen sind die Erläuterungen von v. Stärk, so dass Jede und Jeder die gegebenen Noten nachvollziehen kann. 
Ein wichtiges Beurteilungskriterium ist die Wollbeschaffenheit: 
Sie muss dem Alter des Tieres entsprechend eine gewisse Länge aufweisen, darf nicht zu fein sein, muss von vorn bis hinten gleichmäßig in der Farbe sein, die Bauchbewollung muss stimmen usw.. 

Wenn die Wolle wie  auf nebenstehendem Foto beschaffen ist, dann ist die Note 8 sicher.
Ein weiteres Beurteilungsmerkmal ist das Exterieur. Das Tier soll einen harmonischen Körperbau haben, altersgerecht entwickelt sein, ein kräftiges Fundament, feste Fesseln, geschlossene Klauen usw. sind Bedingung.

Weitere Bewertungskriterien: www.rauhwoller.de
So zeigten Züchter und Züchterinnen ein großes Interesse an den Tieren, die gerade begutachtet wurden und ließen diese bei aller Fachsimpelei während der Wartezeiten  nicht aus den Augen.
Bei den weiblichen Lämmern 
siegte die Kat.-Nr. 50 aus der Zucht von W. Knoop 
(Bewertung: 8/8), 
gefolgt von der Kat.-Nr. 77 (8/8, Züchter: H. Eichhoff)
und Kat.-Nr. 64 (8/7, Züchterin J. Sailer).
Bei den Bocklämmern siegte 
die Kat.-Nr. 26 mit der Note 8/7 (Züchter J. Rummel), Reservesieger wurde Kat.-Nr. 23 (8/8, Züchterin P. Possekel) und den 1c-Platz 
erhielt die Kat.-Nr. 20 (8/7, Züchterin B. Knust).
Das beste Jährlingsschaf stellte wie in vielen Jahren zuvor Johanne Sailer.

Fermina, als Lamm im Vorjahr schon mit einem 1c-Platz bedacht, erzielte die Noten 7/7. Dafür erhielt die Züchterin die Preismünze in Bronze der Landwirtschaftskammer Hannover. 
Der Unterschied 
zum 1b-Schaf war marginal.

Carl-Anton, der jüngste Rauhwoller-Züchter in Niedersachsen,
erzielte für seine Hermine 
ebenfalls die Noten 7/7.
Den 1c-Platz für ein ebenfalls sehr gutes Zuchttier erhielt V. Knippenberg für die Kat.-Nr. 43 (8/7)
Fünf Jährlingsböcke, insgesamt ein sehr guter Jahrgang, präsentierten sich im Schlussring. 

Chr. Höller war der erfolgreichste Züchter. Mit zwei Böcken stellte er sich an die Spitze dieser Kollektion und erhielt für den Siegerbock (Kat.-Nr. 2) die Preismünze in Silber der Landwirtschaftskammer Hannover. 
Den dritten Platz errang der Nachwuchszüchter 
Carl-Anton mit Pearcy.
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